Wir zeigen heute,
Sonntag, den 15.12.2019:


17:30:
Mein Leben mit Amanda

17:30:
Das perfekte Geheimnis

20:00:
Maleficent: Mchte der Finsternis in 3D

20:00:
Pferde stehlen

Durch Anklicken der Filmtitel erhalten Sie detaillierte Beschreibungen zu den Filmen


Impressum / Datenschutzerklärung
Die poetische Dokumentation ber die mazedonische Imkerin Hatidze Muratova wurde beim Sundance Filmfestival 2019 als Bester Dokumentarfilm ausgezeichnet.

Land des Honigs

Mazedonien, 2019,
Regie: Ljubomir Stefanov, Tamara Kotevska

Frei ab 6 Jahren,
90 Minuten

Eintrittspreis: 8,00 Euro,
ermigt: 7,00 Euro,
Kulturticket: 5,00 Euro


Pfeil MI 11.12. um 17.30 Uhr


Gegenwrtig wird viel ber Honigbienen debattiert, denn immerhin betrifft deren Rckgang Menschen auf der ganzen Welt. Auch, weil die wichtige Funktion der Bienen als Bestuber landlufig bekannt ist, eignen sie sich gut als Stellvertreterinnen fr die immer strker durchbrechende Erkenntnis, dass es hchst fahrlssig wre, die Erde auszubeuten, zu verpesten, unbewohnbar zu machen. Dass die Menschheit in ihrer Gnze trotzdem weitermacht wie gehabt, daran kann der Dokumentarfilm „Land des Honigs“ freilich kaum etwas ndern. Aber der Film kann dafr sensibilisieren, dass die Verbindung der Menschen zur Natur kein Machtgeflle beinhalten muss, bei dem die Menschheit alles zu Kleinholz macht, sondern als Partnerschaft funktionieren kann, von der letztlich beide Seiten profitieren.

Hatidze Muratova lebt im nordmazedonischen Gebirge, wo sie als Imkerin eine wilde Bienenzucht betreut. Daneben versorgt die sonnengegerbte Frau ihre gelhmte Mutter. Ab und an bricht Muratova in die vergleichsweise hektische mazedonische Hauptstadt Skopje auf, um den geernteten Honig auf dem Markt zu verkaufen, die meiste Zeit verbringt sie aber in der ursprnglichen Natur, in der sie aufgewachsen ist. Das harte, doch idyllische Leben ndert sich, als Muratova und ihre Mutter neue Nachbarn bekommen. Die nomadische Grofamilie von Hussein Sam bringt einige Nutztiere und reichlich Lrm mit. Anders als Muratova sehen die Neuen den Honig vor allem als profitables Verkaufsgut. Die traditionelle Imkerweisheit, den Bienen die Hlfte des produzierten Honigs zu berlassen, schert die Neuankmmlinge wenig.

Die Filmemacher Ljubomir Stefanov und Tamara Kotevska beobachten das Geschehen teilnehmend und vllig wertfrei. In oft langen Einstellungen zeigen sie, was passiert, ohne eine Meinung dazu mitzuliefern – das obliegt dem Publikum. Die Landschafts- und Portrtbilder der Kameraleute Fejmi Daut und Samir Ljuma wirken oft poetisch, wobei viel natrliches Licht genutzt wird. Im Kern geht es um das vielschichtige Verhltnis der Menschen zur Natur, das umso vertrackter wird, je mehr Menschen vom Honig naschen wollen.

Autor: Christian Horn
Mit freundlicher Genehmigung von
  • www.programmkino.de

  •  Offizielle Filmwebseite