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Montag, den 16.07.2018:


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Queer-feministische Filmreihe:

Die Taschendiebin

Ein visuell berauschendes Kinoerlebnis vom koreanischen Regisseur Park Chan-Wook, wunderbar sthetische Bilder von magischer Anziehungskraft.

Sdkorea 2016,
Regie und Drehbuch: Park Chan-wook

Frei ab 16 Jahren,
145 Minuten

Eintrittspreis: 8,00 Euro,
ermigt: 7,00 Euro,
Kulturticket: 5,00 Euro


Pfeil Nur am Donnerstag, 21. Juni um 20.15 Uhr


Sookee ist schn wie ein Bild, ein zartes Mdchen mit unschuldigen Rehaugen. Doch der erste Anschein ist trgerisch, denn Sookee ist eine ausgebildete Taschendiebin und zu allem bereit. So wird sie zur Helfershelferin bei einem teuflischen Plan: Sie soll als Kammerzofe in der Villa des exzentrischen Millionrs Kouzouki das Vertrauen seiner Nichte Hideko erschleichen und alles dafr tun, dass Hideko sich in den Heiratsschwindler Fujiwara verliebt. Nach der Hochzeit soll Hideko unter einem Vorwand fr wahnsinnig erklrt werden und in der Psychiatrie verschwinden. Als Belohnung winkt Sookee Hidekos gesamter Schmuck. Doch dann verliebt sich Sookee in Hideko, und aus dem Plan entwickelt sich ein gefhrliches Intrigenspiel, in dem es schlielich um Leben oder Tod geht.

Regisseur Park Chan-wook verwebt aufs Kunstvollste die Romanvorlage, die im England des ausgehenden 19. Jahrhunderts spielt, zu einem wundersamen, feinen Gespinst aus hypnotischen Bildern, die er in die Zeit der japanischen Besetzung Koreas in den 30er Jahren versetzt. Seine Geschichte besteht aus drei scharf voneinander abgegrenzten Teilen: Der erste Teil wird aus Sookees Blickwinkel erzhlt. Im zweiten Teil steht Hideko im Vordergrund, im dritten ist es Fujiwara. Diese Erzhlform ist nicht ganz neu aber immer wieder eine Herausforderung. Die Struktur wird zur Grundlage fr eine Dramaturgie, die mit unterschiedlichen Erzhlperspektiven spielt und sowohl die Sichtweise der Personen als auch des Publikums immer wieder in Frage stellt. Das passt natrlich hervorragend zu einer Story, die zahllose berraschende Wendungen bietet und von Tuschung und Betrug handelt, von betrogenen Betrgern und vom ungleichen Kampf der reinen Unschuld gegen das Bse.

Eine Geschichte, die aus verschiedenen Blickwinkeln weitererzhlt wird, muss automatisch berschneidungen und Wiederholungen enthalten. Park Chan-wook entwickelt fr diese Szenen einen ausgefuchsten, manchmal ironischen Humor, der sehr entlastend wirkt. Denn ansonsten liegt ber dem Film meist eine melancholische Stimmung, geprgt vom Schicksal der beiden Mdchen Hideko und Sookee. Die beiden Darstellerinnen verkrpern ihre Rollen ideal: Kim Tae-ri macht aus Sookee ein wissbegieriges kleines Luder, eher bauernschlau als intelligent, opportunistisch und sehr schweigsam. Die ideale Komplizin fr den aalglatten Grafen, den Ha Jung-Woo als aalglatten, gewissenlosen Verfhrer anlegt. Jo Jin-woong macht aus dem Onkel einen glcklicherweise meist nicht offenkundigen Sadisten, der von Qualen eher spricht, als dass er sie auslebt. Am meisten beeindruckt Kim Min-hee als Hideko. Obwohl schon Mitte 30, wirkt sie wie ein junges Mdchen; ihre Unschuld ist ebenso berzeugend, wie das Wissen um die grausamen Taten des Onkels, das wie ein Nebel aus Trauer und Resignation ber ihren schnen Augen liegt.

Nach Sarah Waters‘ Bestseller "Solange du lgst" inszeniert Sdkoreas berhmt-berchtigter Kult-Regisseur Park Chan-wook ("Oldboy", "Stoker") einen intensiven und unvorhersehbaren Thriller ber die Macht, die im Spiel der Maskerade und Tuschung liegt. Mit groer Lust am Erzhlen berzeugt "Die Taschendiebin" mit berraschenden Wendungen, schwelgerischer Intimitt und berwltigenden Bildern voller erotischer Spannung.

Die queer-feministische Filmreihe im Capitol wird untersttzt und ermglicht vom AStA der Universitt Kassel.
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