Wir zeigen heute,
Samstag, den 20.10.2018:


17:30:
Klassentreffen 1.0

17:30:
Allein unter Schwestern

20:00:
Wackersdorf

20:00:
Mackie Messer - Brechts Dreigroschenfilm

Durch Anklicken der Filmtitel erhalten Sie detaillierte Beschreibungen zu den Filmen


Impressum / Datenschutzerklärung
Seniorenkino im Juni:

Die Verlegerin

Meisterregisseur Steven Spielberg erzhlt gemeinsam mit Meryl Streep und Tom Hanks nach wahren Begebenheiten eine packende Geschichte ber Pressefreiheit.

USA 2017,
Regie: Steven Spielberg

Frei ab 6 Jahren,
117 Minuten,
Prdikat: besonders wertvoll


Pfeil Am Dienstag, 5. Juni um 15.00 Uhr


Diese Vorstellung ist selbstverstndlich nicht nur fr Seniorinnen und Senioren zugnglich. Jeder ist herzlich willkommen, unabhngig vom Lebensalter. Das Seniorenkino im Capitol findet regelmig am 1. Dienstag des Monats statt.

Der Eintrittspreis ist reduziert, er betrgt pro Person nur 5,00 Euro.



Der neue Film von Steven Spielberg ist zeitlich und rtlich genau umrissen. Er spielt 1971, in Washington DC, er erzhlt eine authentische Geschichte. Und doch spiegelt er unsere Gegenwart, speziell den aktuellen Kampf um die Pressefreiheit, mit einer Brisanz, die mehr ist als nur gutes Timing. In einer Zeit, in der ein US-Prsident whrend der Pressekonferenz die Journalisten als "fake news" beschimpft, seine Mitarbeiter das Schlagwort der "alternativen Fakten" prgen, ein trkischer Prsident Journalisten verhaften lsst und in Deutschland rechtsradikale Demonstranten Berichterstatter als "Lgenpresse" diffamieren, ist dieser Film wichtiger denn je. Dieser Film kommentiert das Heute, in dem er vom Gestern berichtet. Er macht das spannend, unterhaltsam, mit groartigen Schauspielern. Und findet dann noch die Zeit, von etwas anderem zu erzhlen: der Emanzipation einer Frau, die sich in einer Mnnerwelt behaupten muss.

Katharine "Kay" Graham (Meryl Streep) hat diesen Job nie gewollt, und vielleicht ist sie fr ihn auch nicht geschaffen. Sie ist Vorstandsvorsitzende des Verlags, der die renommierte Washington Post" herausbringt - so wie ihr verstorbener Mann dem Verlag vorstand. Nervs bereitet sie sich auf eine wichtige Sitzung vor. Und bringt, allein unter einem Dutzend Mnnern, kein Wort heraus. Zu dumm - immerhin geht es um den geplanten Brsengang der Zeitung. Und kurz darauf um noch sehr viel mehr. Es beginnt damit, dass Daniel Ellsberg (Matthew Rhys) im Pentagon Tausende von Papieren ber den Vietnam-Krieg kopiert und hinausschmuggelt. Geheime und brisante Informationen, die gleich vier US-Prsidenten betreffen. Jeder von ihnen hat gewusst, dass der Krieg in Vietnam nicht zu gewinnen ist, jeder von ihnen hat es der ffentlichkeit verschwiegen. Zuerst kriegt die "New York Times" Wind von der Sache. Doch dann landet ein Karton mit den sogenannten "Pentagon Papers" auf dem Schreibtisch von Ben Bradley (Tom Hanks), Chefredakteur der "Post". Was fr ein Skandal, was fr eine Geschichte! Drucken oder nicht? Immerhin geht es hier um die Verffentlichung von Geheimdienstinformationen. Die verantwortlichen Verleger und Redakteure knnten wegen Hochverrats im Gefngnis landen, die Zukunft des Verlages stnde auf dem Spiel. Doch dann gibt Kay Graham ihr Okay, die Druckmaschinen rollen. Es kommt, wie es kommen muss: Das Weie Haus zieht vor Gericht.

In der nun folgenden Gerichtsverhandlung geht es um nichts weniger als die Pressefreiheit, um das Recht der Presse, Fakten wahrheitsgem darzustellen, um das Recht der Journalisten, ihre Quelle geheim zu halten. Spielberg macht von vornherein klar, auf wessen Seite er steht, auch durch die Wahl seiner Schauspieler. Meryl Streep und Tom Hanks verleihen ihren Rollen Gewicht, Ernsthaftigkeit und Integritt. Die grte Wandlung macht dabei Kay Graham durch. Sie muss lernen, ihre Stimme zu erheben, ihre ngste zu verlieren, sich durchzusetzen und sich zu entscheiden. Wenn sie nach der Urteilsverkndung durch einen Spalier von begeisterten Frauen geht, hat sie auch etwas fr die Emanzipation der Frau getan.

"Die Verlegerin" steht mit der packenden Erzhlung und dem brisanten Anliegen in der Tradition der groen Journalistenfilme, von "Sein Mdchen fr besondere Flle" und "Reporter des Satans" ber "Die Unbestechlichen" bis "Network" und "Good Night, and Good Luck". Auch hier sind die Journalisten Frsprecher der Demokratie und Verschwrer gegen die Mchtigen. Das Klimpern der Schreibmaschinen, das Rattern der Telex-Gerte und das Klingeln der Telefone im Groraumbro zeugen davon: Hier wird hart gearbeitet, hier wird nach der Wahrheit gesucht, hier wird das journalistische Ethos verteidigt. Das war damals richtig, und ist es heute nicht minder.

Autor: Michael Ranze
Mit freundlicher Genehmigung von
  • www.programmkino.de
  •  Offizielle Filmwebseite
    chCounter: MySQL error!
    SQL query:

    Error number: 1142
    SELECT command denied to user 'web381'@'localhost' for table 'CHC_TABLE_CONFIG'
    Script stopped.