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Ein intimer, persnlicher und zutiefst ergreifender Film whrend des syrischen Brgerkriegs aus der Sicht einer jungen Frau und Mutter.

Fr Sama

Grobritannien 2019
Regie: Waad al-Kateab und Edward Watts

Frei ab 16 Jahren,
104 Minuten,
Prdikat: besonders wertvoll

Eintrittspreis: 8,00 Euro,
ermigt: 7,00 Euro,
Kulturticket: 5,00 Euro


Pfeil Nur DI 22.9. um 20.15 Uhr


Als Waad Al-Kateab und ihr Mann Hamza mit ihrer kleinen Tochter Sama die Stadt Aleppo in Syrien verlassen, liegen hinter ihnen fnf Jahre, in denen sie mitansehen mussten, wie ihre Heimat von syrischen Truppen besetzt wurde, wie Menschen verfolgt und gettet werden. Fnf Jahre, in denen Hamza unter den schwierigsten Umstnden versucht, als Arzt fast im Alleingang ein Krankenhaus am Leben zu erhalten. Und Waad alles auf Video festhlt, was in Aleppo geschieht. Zunchst tut sie es, weil sie es als angehende Journalistin fr ihre Pflicht hlt. Nachdem Sama aber geboren wurde, tut sie es fr sie. Um ihr zu erklren, warum es fr sie so wichtig war, ohne Unterlass fr ihre Heimat zu kmpfen. Waad Al-Kateab hat schon whrend der Belagerung ihr Videomaterial dem britischen Fernsehsender Channel 4 zur Verfgung gestellt und es nun gemeinsam mit dem Co-Regisseur Edward Watts aufbereitet.

Entstanden ist ein beeindruckendes Videotagebuch, das fesselt und erschttert. Denn Waad Al-Kateab hlt mit radikalem Mut alles fest, was um sie herum geschieht. Dazu gehren Szenen des Leids, des Sterbens und der Verzweiflung aufgrund einer aussichtslosen Lage. Doch ebenso sieht man Momente der Hoffnung, des Lachens, des Zusammenhalts. Und wenn die beste Freundin von Waad von ihrem Mann eine Khaki geschenkt bekommt, was in Zeiten der Belagerung, wo frisches Obst und Gemse fehlen, ein Ding der Unmglichkeit ist, dann sprt man, dass die fast kindliche Freude sich wie ein Sonnenstrahl in der ganzen Umgebung verbreitet. Und wenn man als Zuschauer wieder und wieder den Bombenalarm zu hren bekommt, der fr Waad und Hamza bereits Alltag ist, dann begreift man, wieviel Mut diese Frau aufbringen muss, um die Zeitdokumente fr die Auenwelt festzuhalten. Klar und konsequent folgt der Film der Erzhlung der jungen Frau und ihrer Familie.
Auf diese Weise hebt sich FR SAMA als Erlebnisbericht und Videotagebuch klar von einem klassischen Dokumentarfilm ab und strebt auch genau diese Wirkung an. Denn auf diese Weise macht der Film, sofern das berhaupt mglich ist, auf erschtternde Weise das Leben im Krieg und in der Belagerung greifbar. Mit all dem Grauen, aber auch all der Menschlichkeit. Und so stehen am Ende die Hoffnung und das Versprechen, eines Tages in die Heimat zurckzukehren. FR SAMA ist ein ergreifendes filmisches Zeitdokument. Und ein wichtiger Film.
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