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Freitag, den 15.11.2019:


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Deutscher Filmpreis 2019:

Gundermann

Mit feinem Gespr, Humor und authentischem Achtzigerjahre-Setting wirft Regisseur und Drehbuchautor Andreas Dresen einen Blick auf das Leben des Weimarer Liedermachers Gerhard Gundermann, einem der prgendsten Knstler der Nachwendezeit.

Deutschland 2018,
Regie: Andreas Dresen

Ohne Altersbeschrnkung,
127 Minuten


Weitere Vorstellungen sind geplant!


Gerhard „Gundi“ Gundermann ahnt noch nicht, dass er spter einmal einer der prgendsten Knstler der Nachwendezeit sein wird. Als er in den Achtzigerjahren mit seinen Musikern durch die Clubs tourt, ist das Geldverdienen mit seiner Musik noch nicht einmal sein Hauptanliegen. Stattdessen mchte er seine einfhlsamen, oft auf echten Erlebnissen beruhenden Texte mit der Welt teilen. Seine Brtchen verdient er sich dagegen als Baggerfahrer. Als er eines Tages gezwungen ist, sich mit seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen, wird er unsanft an seine Vergangenheit als Stasi-Spitzel erinnert. Das erschttert nicht nur Gundis Vertrauen in sich selbst, der sich bis zu seinem frhen Tod mit nur 43 Jahren nie verzeihen wird, was er getan hat. Vor allem stellt ihn das vor die Frage nach dem „Warum?“, die er nicht beantworten kann und von der er hofft, dass seine Freundin Conni und seine Band ihm diese nicht stellt.

Regisseur und Drehbuchautor Andreas Dresen fordert sein Publikum immer wieder heraus. In „Gundermann“ befasst er sich mit der Geschichte des Weimarer Liedermachers Gerhard Gundermann, der lange Zeit als Sprachrohr der Menschen im Lausitzer Braunkohlerevier galt; nicht zuletzt, weil er selbst dort arbeitete. Schon damals und insbesondere nach der Wende uerte sich Gundermann immer wieder systemkritisch.

Die ausfhrlichen Gesangseinlagen Gundermanns entfalten die Wirkung eines erzhlerischen Leitfadens; die bisweilen vollstndig vorgetragenen Songs sind das Herzstck von „Gundermann“. Denn um die Lieder herum kreiert Drehbuchautorin Laila Stieler behutsam die tragische Geschichte des Interpreten, die vor allem auf einem baut: Verdrngung. Das Aufbrechen des vermeintlichen Unwissens (so ganz klar wird nicht, ob Gerhard Gundermann seine Zeit als Stasi-Spitzel tatschlich verdrngt hat, oder ob er aus Verzweiflung nur sehr gut darin war, ebendies zu behaupten) geht hier Hand in Hand mit der Beziehung zwischen dem Musiker und der Liebe seines Lebens: Conni, gespielt von der optisch stark an Alicia Vikander erinnernden Anna Unterberger, die in der Rolle nicht blo Gundi um den Finger wickelt.

Alexander Scheer agiert berragend als Gerhard Gundermann. Sein Hin- und Hergerissen sein zwischen Unsicherheit und Bekenntnis wirkt nie widersprchlich und lsst den Zuschauer glaubhaft an dem inneren Zwiespalt seiner Figur teilhaben. Fr diverse kleine bis mittelgroe Nebenrollen verpflichtete Dresen zustzlich bekannte Gesichter, darunter Bjarne Mdel, Milan Peschel, Axel Prahl und Alexander Schubert, die sich in dem authentischen Achtzigerjahre-Setting zwischen Kohlebergwerk, sterilen Brorumen und detailgetreu eingerichteten Wohnungen wie selbstverstndlich bewegen.

Autor: Antje Wessels
Mit freundlicher Genehmigung von
  • www.programmkino.de

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