Wir zeigen heute,
Donnerstag, den 22.02.2018:


19:30:
Three Billboards outside Ebbing, Missouri

19:30:
Fifty Shades of Grey - Befreite Lust

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Impressum

 
 
Deutsches Nachwuchskino, das visuell und inhaltlich groen Mut beweist: Regisseur Ilker Catak gelang ein fulminantes und mitreiendes Debt.

Es war einmal Indianerland

Deutschland 2017,
Regie: Ilker atak

Frei ab 12 Jahren,
frei ab 6 Jahren in Elternbegleitung,
97 Minuten,
Prdikat: besonders wertvoll

Eintrittspreis: 7,50 Euro,
ermigt: 6,50 Euro,
Kulturticket: 4,50 Euro


Nur noch einen Tag im Programm:

Pfeil MI 21.2. um 19.30 Uhr



Mauser (Leonard Schleicher) ist 17 und lebt in den Hochhaussiedlungen am Rand der Stadt. Im selben Wohnblock haust sein Vater Zllner (Clemens Schick) mit seiner neuen Frau Laura (Katharina Behrens). Mauser hat keine Zukunft, aber sein Vater blut ihm dennoch ein, an sich zu Glauben, nicht zuletzt im Boxring, wo in ein paar Tagen wichtige Ausscheidungskmpfe stattfinden, die Mauser vielleicht sogar doch einen Ausweg bieten knnten.

Vielleicht sogar in die Welt der hinreienden Jackie (Emilia Schle), die Mauser eines Nachts bei einer illegalen Party im Schwimmbad kennen gelernt hat. Sofort war er verliebt, auch wenn Jackie ihn gewarnt hat: Eitel, zickig und unkeusch sei sie, doch das kann Mauser nicht aufhalten. Dabei interessiert sich gerade auch ein viel passenderes Mdchen fr ihn: Die 21jhrige Edda, die zwar etwas ausgeflippt aussieht, aber eine Erdung hat, von der Mauser noch weit entfernt ist.

Als dann auch noch seine Stiefmutter tot aufgefunden wird und sich sein Vater als augenscheinlicher Tter aus dem Staub gemacht hat und Mauser zudem immer wieder einen stummen Indianer sieht, gert sein Leben erst richtig aus den Fugen. Passenderweise laufen alle Fden bei einem Pow Wow genannten Festival zusammen, das im Zeichen von Drogen und Selbstfindung steht.

Wie fulminant „Es war einmal Indianerland“ beginnt, mit wie viel visueller und erzhlerischer Originalitt, ist man gerade aus dem deutschen Kino nur selten gewohnt. Ja, wenn da Mauser in lakonischen Stzen ber sein Leben berichtet, die Figuren in rasanten Montagen vorgestellt werden, dann erinnert das ebenso an „Trainspotting“, wie die stndig vor und zurckspulende – im wahrsten Sinne des Wortes – Erzhlung, an narrative Experimente eines Tarantinos denken lsst. Doch hier sind die Zitate nicht blo betont clever, hier beweist ein Regisseur nicht nur, dass er sich in der (jngeren) Filmgeschichte auskennt, hier ist das Zitat der Beginn von etwas Eigenem.

Das Grundgerst der Geschichte ist zwar eine klassische, auch im deutschen Kino gern variierte Teenie-Romanze inklusive Selbstfindung, doch einmal mehr beweist sich auch hier, dass es darauf ankommt, wie das bekannte erzhlt wird, vor allem auch mit welcher Haltung. So berdreht ist die visuelle Gestaltung oft, so voller prgnanter, immer leicht stilisierter Dialoge, dass „Es war einmal Indianerland“ Gefahr laufen wrde, viel zu abgehoben und selbstbezogen zu werden, wenn er nicht so gut austariert wre.

Ohne die Bodenhaftung der Figuren, besonders der aus dem Hochhausghetto, ohne die Wahrhaftigkeit der Emotionen, die als Auslser des Geschehens nicht nur behauptet werden, sondern echt wirken, wre dies wohl nur ein mder Abklatsch bekannter Vorbilder geworden. Doch Ilker atak gelingt etwas im deutschen Kino nicht allzu oft zu findendes: Ein origineller, verspielter, emotionaler Film, der zwar im Kern eine Teenie-Geschichte erzhlt, aber doch viel mehr ist.

Autor: Michael Meyns
Mit freundlicher Genehmigung von
  • www.programmkino.de



  • Pressestimmen:
    "Schriller Musikclip, trumerisches Mrchen, Roadmovie und Coming-of-Age-Geschichte – mit seiner Verfilmung des Romans von Nils Mohl schafft Ilker atak ein ganz eigenes Genre. Eine Reise, die man nicht versuchen sollte zu kontrollieren."
    (epd Film)

    "Ein knalliger, hektischer, nervser Film. Keine schlechte Herangehensweise, um die Gefhlswelt eines Teenagers darzustellen. Eine der besten Coming-of-Age-Dramedys der letzten Jahre."
    (Oxmox)

    "Rasant und bis zuletzt unvorhersehbar erzhlt der Film "Es war einmal Indianerland" von Schnheit, Schmerz und Stress des Erwachsenwerdens. (…) ein ungewhnliches wie mitreiendes Kinodebt."
    (Neon)

    "Schnelle, harte Schritte, hufige Brennweitenwechsel sowie knallige, verfremdete Farben sorgen zusammen mit einem coolen Soundtrack fr den entsprechenden Drive. "Es war einmal Indianerland" lebt in erster Linie durch seine fr einen deutschen Film erfrischende und uerst kurzweilige Machart. Damit drfte er bei der jugendlchen Zielgruppe punkten, die hoffentlich den Weg ins Kino findet."
     Offizielle Filmwebseite
    Nur noch einen Tag im Programm!
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