Wir zeigen heute,
Montag, den 26.06.2017:


19:30:
wer wagt beginnt

20:00:
Jahrhundertfrauen

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Impressum

 
 
88. Witzenhuser Filmgesprch:

Deportation Class

Der preisgekrnte Kino-Dokumentarfilm zeichnet erstmals ein umfassendes Bild staatlicher Abschiebungen in Deutschland.

Deutschland 2016,
Regie und Drehbuch: Carsten Rau und Hauke Wendler

Frei ab 12 Jahren,
frei ab 6 Jahren in Elternbegleitung,
85 Minuten,
Prdikat: besonders wertvoll

Eintrittspreis: 8,50 Euro,
ermigt: 7,00 Euro


Pfeil Am Montag, 19. Juni um 19.30 Uhr

Anschlieend Filmgesprch mit Martin Rder, Flchtlingsberater des Diakonischen Werkes Eschwege / Witzenhausen und Manfred Liebl, Hessischer Flchtlingsrat.



Von der detaillierten Planung am Schreibtisch ber den nchtlichen Einsatz in den Unterknften der Asylbewerber bis zu ihrer Ankunft im Heimatland – und der heiklen Frage, was sie dort erwartet. Deportation Class macht aus "Rckzufhrenden", wie sie im Amtsdeutsch heien, Menschen mit einem Gesicht, mit Wrde und einer eigenen Meinung.

Wenn von "Abschiebungen" in Deutschland gesprochen wird, dann ist den Wenigsten klar, dass es dabei um den Vollzug einer staatlichen Zwangsmanahme geht, und zwar fr Menschen, die nicht bereit waren, Deutschland freiwillig zu verlassen, obwohl ihre Asylantrge abgelehnt wurden. Die beiden Filmemacher Carsten Rau und Hauke Wendler hatten Gelegenheit, eine komplette Sammelabschiebung aus Mecklenburg-Vorpommern von der Planung bis zum im Behrdensinne erfolgreichen Abschluss zu begleiten. Sie geben den Menschen, die in Deutschland nicht mehr erwnscht sind, nicht nur ein Gesicht, sondern auch ihre Geschichten, die sie vor der Kamera erzhlen. Zustzlich kommen dankenswerterweise auch Polizisten, Mitarbeiter der Auslnderbehrde, Lehrer und Juristen zu Wort. Ihre Beitrge sind ebenfalls beeindruckend, nicht nur, weil sie den Mut hatten, vor die Kamera zu treten, sondern auch, weil sie ganz offen Auskunft geben ber ihre vorhandenen oder nicht vorhandenen Emotionen angesichts der menschlichen Not.

Der Film dokumentiert in sachlicher Form das Vorgehen der Behrde, aber er zeigt auch in intensiven Schwarzweibildern Close-ups von den Gesichtern der beiden Familien, die im Mittelpunkt stehen. Am Ende reist das Filmteam nach Albanien und zeigt den Neuanfang oder den gescheiterten Versuch, berhaupt irgendwo unterzukommen. Was den Film so traurig und erschtternd macht, sind weniger die Geschichten der Menschen, es ist der behrdliche Umgang mit ihnen und das klare Bewusstsein, dass sich hier etwas ndern muss. Dringend. Und dazu gehrt, dass mglichst viele Menschen ber die Abschiebepraktiken informiert werden.

Autorin:
Gaby Sikorski
Mit freundlicher Genehmigung von
  • www.programmkino.de
  •  Offizielle Filmwebseite
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